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Exotisches Essen

ein weiterer Beitrag zu Mahlzeit!

von: Manni - 20•03•13

Exotisches Essen ist heute Thema der Blogparade Mahlzeit“ auf dem Blog von Sabienes. Das ist ein durchaus ein spannendes Thema, aber …

… was ist überhaupt exotisches Essen?

Diese Frage kann wohl niemand allgemeingültig beantworten. Für die meisten Menschen aus der alten Welt dürfte die Definition von exotisch etwa der auf Wikipedia entsprechen:

Die Exotik, mit dem seltenen Plural Exotiken (griechisches weibliches Adjektiv εξωτική, exotikí, „die auswärtige“, „fremdländische“, „exotische [Sache]“, über lateinisch exoticus, „der Ausländische“) bezeichnet Gegenstände, die als besonders fremd wahrgenommen werden oder sonstwie außergewöhnlich erscheinen. Das dazugehörige Adjektiv heißt exotisch.

Exotisches Essen wären demnach also auswärtige, fremdländische Speisen. Es gibt aber auch bei uns Speisen, die sich als Abwechslung zum einheimischen Essen mal exotisch zubereiten lassen, also exotische Vorbereitung, Garung und Würze beinhalten.

Nun schreibt Sabienes schon im Leitartikel, dass wir gar nicht so weit reisen müssen, denn auch in anderen Bundesländern oder auch nur im Nachbarort finden sich exotische Gerichte.

Exotisches Essen lässt uns noch vielfältiger speisen.

Exotisches Essen lässt uns noch vielfältiger speisen.

Mein exotischstes, außergewöhnlichstes Gericht, das ich gegessen habe

Nun ich habe in meinem Leben eine Menge exotischer Gerichte probiert und weiß, dass der Bauer nicht recht hat, wenn er nicht isst, was er nicht kennt. Probieren hat mich immer wieder leckere Speisen aus aller Welt entdecken lassen und viele möchte ich nicht mehr missen.

Ende der 60er Jahre war schon eine Pizza für die meisten Deutschen exotisch. Ein Frankfurter Obsthändler spanischer Herkunft verkaufte zur gleichen Zeit in seinem Geschäft Mangos, Papayas, Datteln und Feigen. Das fand ich auch schon exotisch.

Neben vielen Gerichten, die ich zum Teil regelmäßig, manche aber auch nie wieder esse, wie

  • süße Linsen nach persischer Art,
  • Weckewurst aus dem Eichsfeld,
  • Toast mit gesalzener Butter und Himbeergelee, in einem New Yorker Frühstückscafé Anfang der 70er Jahre,
  • türkischen Süßspeisen,
  • Sushi (Spulwurm haltige Rohfischzubereitung),
  • verschiedene indische Huhnzubereitungen,
  • Bami & Nasi Goreng (indonesisch),
  • gebratene Schlange in einem Nobel-/Exotic-Restaurant in London,
  • Froschschenkel und Schnecken französischer Art,
  • Handkäs (Als Frankfurter sollte ich den eigentlich nicht als exotisches Essen ansehen. 🙂 )
  • und vielen anderen,

fand ich am exotischsten den Wurm (eigentlich eine Mottenraupe) aus dem Mezcal, der natürlich ein Schnaps ist, keine Speise.

Exotisches Essen: Beim (Welt-) Käse ist die Vielfalt groß.

Exotisches Essen: Beim (Welt-) Käse ist die Vielfalt groß.

Ebenso exotisch waren die folgenden Ereignisse, obwohl auch diese nicht zur „normalen“ Nahrungsaufnahme gehören:

  • Bei einem Trinkgelage meines (früheren) Lebens aß ich, einer Wette wegen, auch mal 10 Bierdeckel.
  • Ganz aus Versehen verschluckte ich auch mal als zehnjähriger bei einer „Mutprobe“ einen lebenden Laubfrosch, den ich eigentlich nur 10 Sekunden im Mundbehalten sollte.

Exotisches Essen aus dem Urlaub in die eigene Küche

Natürlich haben viele Gerichte, die mal exotisch für mich waren, Einzug in die eigene Küche gehalten. Das gilt für alle Speisen, die nicht aus der Küche meiner Eltern stammen und die meine Frau und ich gerne kochen, braten und backen. Sie haben unseren Speiseplan bereichert und werden hier und da auch variiert.

Exotisches Essen: Casu Marzu Käse nach dem die Maden da waren.

Exotisches Essen: Casu Marzu Käse nach dem die Maden da waren.

Was würde ich niemals essen?

Niemals ist ein Wort, das ich in diesem Zusammenhang eigentlich nicht einsetzen möchte, weil es sicher Situationen geben kann, wo der Mensch sogar die Leichen seiner Artgenossen isst.

Allerdings kann ich sagen, was ich sicher nur in der Not essen würde: lebendiges Viechzeug! Dazu gehört auch ein reifer korsischer Käse (Casjiu Merzzu/Casu marzu), aus dem beim Reinbeißen die Maden springen, Spezialität hin, Spezialität her.

Tipp zum Abnehmen:

Riecht einfach bei jedem Heißhunger an einem Casu marzu und schaut euch das urbane Leben der Maden in diesem Käse an. Für die meisten Mitteleuropäer ist das ein sicheres, diätisches Lebensmittel. 😉

Text (Exotisches Essen – ein weiterer Beitrag zu „Mahlzeit!“) von Manni
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(Exotisches Essen lässt uns noch vielfältiger speisen.) von hejje

(Exotisches Essen: Casu Marzu Käse nach dem die Maden da waren.) von Shardan

(Exotisches Essen: Beim (Welt-) Käse ist die Vielfalt groß.) von Jens-Olaf

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12 Kommentare

  1. Sabienes sagt:

    Also, bevor ich einen solchen korsischen Käse esse, bleibe ich lieber bei meinen 10 Bierdeckeln.
    Ob das wohl der Käse ist, der in „Asterix auf Korsika“ beschrieben wurde? 😉
    LG
    Sabienes

    • Manni sagt:

      Ich glaube tatsächlich, dass dies der Käse aus dem Asterix ist. 🙂

      LG
      Manni

  2. Tina sagt:

    Uuuuh – eigentlich esse ich ja ganz gerne Käse, aber bitte nur ohne Maden 🙂

    LG
    Tina

  3. Sandra sagt:

    Hallo Manni,
    Du hast sooo recht, Handkäs ist für uns sowas von unexotisch, ich mag ihn trotzdem nicht sonderlich, nur die Musik ist lecker. Aber immer noch sehr viel besser als Dein Casu marzu, den würde ich nicht mal in die Nähe meines Schlundes lassen.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Manni sagt:

      Einen Frosch lebend verschlucken ist schon eklig, aber Maden? Ich kann den Handkäs nach allen Regeln Frankfurter Speisekultur einlegen und der schmeckt allen, mur mir nicht. 🙂

      LG
      Manni

  4. sabo sagt:

    Brrrrrrrrrrrrrr, also der lebige Käse da gehört für mich auch definitiv zu den Sachen, die ich nur essen würde, wenn ich kurz vor dem Hungertod stehen würde.
    Deine „Muss ich nicht nochmal haben“-Liste liest sich für mich wie eine „Muss ich auch nicht unbedingt probieren“ Liste – bis auf die salzige Butter mit Marmelade – die krieg ich notfalls noch runter.
    LG, Sabo

    • Manni sagt:

      Einen Teil der Liste habe ich öfter gegessen, welche ich nie wieder essen werde wirst Du erraten. 😉

      Salzige Butter mit Marmelade geht ganz gut, ist aber trotzdem seltsam.

      LG
      Manni

  5. Also salzige Butter mit Marmelade darauf esse ich auch so ganz gerne mal 😉 Dafür kann ich nicht mit Bierdeckeln dienen, als ich allerdings das mit dem Frosch las fiel mir ein das ich einmal eine Stecknadel verschluckt hatte, diese war zwischen meinen Zähnen da ich etwas befestigen wollte und da ich mich erschreckte schluckte ich sie runter. Eventuell sollte ich bei Gelegenheit nochmal zum Doc, mir ist nicht bewusst das sie wieder heraus kam….*grübel*
    Einige Dinge auf deiner Liste besonders Maden und Würmer lösen dann doch einen gewissen Ekel in mir aus, vielleicht komme ich bei meiner nächsten Diät nochmal darauf zurück 😉

    • Manni sagt:

      Stecknadel verschluckt? Ooops, lösen die sich eigentlich auf? Mich kratzt es jetzt ein wenig in der Speiseröhre bei der Vorstellung. Wie lange ist denn das her?

      Ich wäre wahrscheinlich zum Arzt, obwohl ich eher nicht gleich zum Arzt gehe.

      LG
      Manni

  6. Du wirst lachen dass ist schon mindestens 6-8 Jahre her. Habe sie mit der Spitze zuerst geschluckt, komischerweise war es nicht schmerzhaft. Denke nicht das sie sich auflösen aber wenn sie herausgekommen wäre hätte ich dies bestimmt mit Sicherheit gemerkt. Wollte erst zum Arzt gehen aber hatte keine Beschwerden und irgendwann hab ich es wohl verdrängt, ist mir erst durch deinen Post wieder eingefallen.*öhm* Ja , soviel zum Thema ich lauf nicht gleich wegen jedem Wehwechen zum Doc 😉

    • Manni sagt:

      Seltsame Geschichte ist das. Aber wer weiß, was kleine Kinder so alles verschlucken, ohne dass wir das mitbekommen. 🙂

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