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Die Schulden der EU-Staaten – Der Tropf

von: Manni - 26•04•11

Wer schon mal Schulden hatte, oder wer schon mal Geldverleiher war, der weiß, wie das ist mit Schulden, Zinsen und Rückzahlung. Schon in einem familiären Rahmen können Schulden und die Verzinsung eine kleine Gemeinschaft in den Ruin treiben.

Die Politiker unserer Republik oder anderer EU-Staaten haben längst jedes Maß für Verschuldung ihrer Völker verloren, bewusst verloren. Andernfalls wären sie schlicht dumm und das ist wohl kaum einer von denen.

Griechenland ist nur der „Wecker“ für die EU-Schuldenkrise und das Paradebeispiel von Unvernunft, Gier, Korruption, Steuerverweigerung, Misswirtschaft, Subventionsbetrug und Staatsverschuldung geworden. All diese Begriffe sind auch in anderen EU-Staaten zu Hause und wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Leider haben wir Bürger nur einen „kleinen“ Teil verursacht, wir haben die Leute gewählt und machen lassen, ohne Kritik und Ansätzen zur Verhinderung. Einen großen Teil der heutigen Staatsverschuldung haben wir den Finanzmärkten und den Großbanken zu verdanken. Aber auch der Subventionierung vieler unsinniger Projekte und Industrien in Europa.

Der Euro war wohl ein Fehlgriff, jedenfalls für die normalen, die durchschnittlichen Bürger. Für Spekulanten und Großbanken war das ein Startzeichen, die sowieso schon unübersichtlichen Finanzmärkte noch massiver zu missbrauchen. Für uns Bürger in der Bundesrepublik Deutschland kam damit eine überflüssige Teuerung  ins Land.

Alle in Europa lebten auf zu großem Fuß und glaubten, dass sie ihre Schulden schon irgendwie wieder los würden. Der Hype an den Finanzmärkten wurde gepuscht und die Kurse stiegen in unrealistische Höhen. Die neuen Märkte brachen ein und unsere Politiker lernten nichts daraus.

Nach ein paar weiteren Jahren der Unvernunft, kam der große Zusammenbruch der Finanzmärkte und die Bürger mussten die Rettung von Spekulanten bezahlen. Für die Länder, deren Wirtschaft halbwegs funktionierte, war es möglich noch ein einige hundert Milliarden Schulden mehr aufzunehmen, ohne gleich in den Bankrott zu gehen. Hier wird aber der Showdown nur verschoben.

Die Schulden der EU-Staaten - Der Tropf

Die Schulden der EU-Staaten - Der Tropf

Andere Länder, wie Griechenland, Portugal oder Irland können diesen Showdown nicht mehr verhindern und hängen nun am Tropf der restlichen, finanziell ebenfalls kranken Staaten. Das ist so, als würde ein HIV-Patient eine Blutspende für einen Intensivpatienten geben.

Der effekt ist: Beide sterben, keiner ist zu retten.

Die heutige Mitteilung der Griechen: „Unsere Schulden sind doch höher als wir dachten.“ überrascht niemanden mehr und wurde hier auf Tagesschau.de von Lesern so kommentiert:

ALLE Staaten dieser Welt sind hoffnungslos verschuldet.

Diese Schulden können aber NIEMALS zurüchgezahlt werden und sollen es auch nicht. Es geht den Kreditgebern NUR darum, Zinsen zu kassieren!

Das Geld für diese Zinsen existiert aber nicht und hat es nie, deswegen braucht man (immer mehr) Kredite, um die Zinsen der alten Kredite zahlen zu können.

Da aber Zinsen und die dazugehörigen Zinseszinsen sich „exponentiell“ entwickeln, steigen die Schulden mit der Zeit ins unendliche und das System sprengt sich von selbst.

Unser schuldbasiertes Geldsystem MUSS also von Zeit zur Zeit auf Grund der Exponentialfunktion des Zinseszinses „resetet“ werden. Es geht einfach nicht anders, ausser man schafft die Zinsen ab..

Die Griechen können nun die Zinsen nicht mehr bezahlen und brauchen Hilfe. Aber selbst wenn man ihnen hilft steigen die Zinslasten immer weiter…

Global gesehen muss man die Geldschöpfung in die Hände der Staaten legen (Monetative) und endlich den Zins abschaffen, sonst…

oder so:

„Wer nur gerne dabei ist wenn es was zu holen gibt, selber aber nichts geben mag ist in einer Gemeinschaft wohl falsch!“ Nicht ganz richtig, in einer Gemeinschaft ist ein Geben und Nehmen wichtig, da sonst der Nehmer an Würde und Glaubwürdigkeit verliert.

Erst einmal benötigen die Geber ein besseres Finanzkonzept, da sie selbst hoch verschuldet sind (BRD Ende 2011 geschätzt 2.075.000.000.000 EURO).

Eine Ehe funktioniert auch nur, wenn beide freiwillig ja sagen, respektvoll und ehrlich miteinander umgehen und die partnerschaftlichen Pflichten und Rechte einhalten.

Bei einem angenommenen Zins von 5% und einer Tilgung von anfänglich 0,5% als Annuitätendarlehen müssten wir für den Schuldenabbau jährlich 114.125.000.000 € zahlen und das bis 2060. Dann wären wir Schuldenfrei und könnten anderen etwas von unserem Haushaltsüberschuss abgeben, von mir aus dann auch gerne diese 114 MRD-EURO. Nur jetzt haben wir das Geld nicht.

und so:

Es wird Zeit das die Verursacher und die Profiteure der „Finanzkrise“ endlich zur Kasse gebeten werden, in Griechenland, Irland und auch in Deutschland. Wenn sich die Völker die ergaunerten Milliarden erst selbst holen werden ist es endgültig aus mit Ruhe und Frieden in Europa.

Griechenland ist nicht der Südenbock. Auch ich bin für Solidarität.

Dennoch, auf diesem Wege der Hilfe kommt es m.M. nach zum SuperGau des EURO.

Sie sind doch Privatperson, leben ev. in einem Haushalt mit mehreren Personen zusammen. Nun gehen Sie zur Bank und möchten 25.000 als Kredit haben, damit ihr Haushaltsgenosse seine Raten für Fernseher, Auto, Möbel etc. bezahlen kann.

1. Würden Sie dies machen, Schulden für andere?

2. Welche Bank würde Ihnen das Geld leihen, mit welchen Sicherheiten?

3. Würden Sie spenden, an wohltätige Zwecke, wenn Ihr Dispokredit ausgeschöpft ist? Was sagt Ihre Bank dazu, wenn Sie Ihre Raten nicht zahlen?

Die meisten der Kommentare sehen ähnlich aus, zeigen also ernüchternden Realismus, eine klare Sicht auf die Situation. Wann zum Teufel handeln unsere Politiker endlich? Erst wenn der Frieden in Europa auf dem Spiel steht?

Gute Nacht Europa!

– Die Schulden der EU-Staaten – by Manni


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2 Kommentare

  1. […] Bundesregierung möchte weiter unser Geld an Griechenland verschenken (Hier hab ich schon mal was dazu gesagt.). Natürlich nur unter Beteiligung der privaten […]

  2. […] Die Schulden der EU-Staaten – Der Tropf […]

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