Seltsame Blüten zur Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt

Ja, es ist Frühling und alles beginnt zu blühen. Auch die werbenden Parteien zur heutigen Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt CDU und SPD wollen ihre Sprösslinge noch ein bisschen weiter nach vorne bringen. Das treibt dann seltsame Blüten. Zwei davon sind hier in Bildern festgehalten.

Boris Rhein - CDU - Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt
Boris Rhein – CDU – Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt

An einer Bushaltestelle sah ich dieses Plakat. Im Vorbeifahren dachte ich Herr Rhein hätte sich „umgestylt“ (Neu-Fernseh-Deutsch) und wir bekämen jetzt eventuell auch einen schwulen OB. Ich wendete mein Fahrrad und sah mir das Plakat noch mal in Ruhe an. Jetzt erst erkannte ich am Text, dass hier die politische Mama von Herrn Rhein für ihn zu werben versucht. Es geht wohl doch nix ohne Frau Roth in der Frankfurter CDU.

Herr Feldmann ist nun die einzigste Alternative und die ist er nicht wirklich. Na ja, er ist von einer anderen Partei, der SPD. Das macht ihn aber nicht zu einem besseren Kandidaten. Während die CDU mit gewaltigen Plakaten für Herrn Rhein trommelt und an Haustüren Klinkenwerbung aufhängte, klebten Anhänger von Herrn Feldmann diese rührenden Post-its.

Peter Feldmann - SPD - Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt
Peter Feldmann – SPD – Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt

In dieser Stadt wird sich per demokratischer Wahl wohl kaum etwas ändern, schon gar nicht bei der Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt. Die Strukturen in in dieser Stadt sind seit dem Mittelalter immer auf die Moneten der Reichen gerichtet, nicht auf das Wohlergehen aller Bürger. Die anhängigen Seilschaften sind demnach auch nicht auseinander zu bringen. Das sollte aber inzwischen auch jeder Wahlberechtigte erkannt haben. Bei den Wahlen in Frankfurt geht es eigentlich nur darum, wer in Zukunft die größten Stücke vom Kuchen in die geöffneten Hände bekommt.

Warum ich das schreibe? Weil die Schulen und Kindergärten in dieser Stadt zu den am armseeligsten ausgestatteten unseres Landes gehören. Weil die Straßenzustände in Frankfurt denen im Osten vor 1989 entsprechen. Weil die Banken bestimmen, wann und wo gebaut werden darf. Weil der Flughafen mit dem Mehr an Fluglärm unsere Lebensqualität herabsetzt mit dem Argument der Vermehrung von Arbeitplätzen. Weil die Stadt das meiste „Tafelsilber“ schon verkauft hat und den Rest verkaufen will. Weil wir hier belogen und betrogen werden und das von allen Parteien. Ich gehöre zu denen, die Frankfurter Politik nur noch als Show fürs Volk sehen.

Text: (Seltsame Blüten zur Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt ) Manni

Bilder: („Post-it“ und „Plakat“ zu Seltsame Blüten zur Stichwahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt)  Manni

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