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Slowakei und der Euro-Rettungsschirm

von: Manni - 12•10•11

Die Slowaken werden hoffentlich doch noch gegen den Euro-Rettungsschirm stimmen.

Warum sollte denn ein Slowake mit einer Durchschnittsrente von 360 € für einen griechischen Rentner mit einer Durchschnittsrente von 1200 €  bürgen?

Zitat von: Regierungspolitiker Richard Sulik in der Sendung von Anne Will. Die Slowakei hat, verglichen mit anderen europäischen Staaten, einen relativ gesunden Staatshaushalt. Hier wurde also solide Politik gemacht, reich ist die Slowakei aber deshalb nicht.

Slowakei und der Euro-Rettungsschirm: Einer tickt anders. Bild von thatblog

Slowakei und der Euro-Rettungsschirm: Einer tickt anders. Bild von thatblog

Nun würde die Slowakei als Abweichler da stehen, wo deutsche Politiker, die gegen eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms gestimmt haben, bereits stehen. Am Pranger der Medien des Mainstream-Journalismus. Die „Abweichler“, oder besser die „Neinsager“, werden auch gerne in die rechtspopulistische Ecke gestellt, egal aus welchen Gründen sie nein zum Euro-Rettungsschirm sagen. Dies tat heute auch Cai Rienäcker mit seinem Kommentar zur möglichen Zustimmung der Slowakei zum Euro-Rettungsschirm auf Tagesschau.de:

Langfristig gut für Europa

Dadurch wären auch die Rechtspopulisten in einigen anderen Euro- und EU-Staaten ermuntert worden. Bei ihnen wäre angekommen: Möglichst lange querstellen, als kleiner Staat die Großen bei ihren Ratifizierungsrunden ruhig ein bisschen erpressen, und dann lässt sich etwas herausschlagen für das eigene Land. Das hätte die Rechtspopulisten um Geert Wilders in den Niederlanden oder um die „Wahren Finnen“ in Helsinki ermuntert, Druck zu machen.

Vielleicht hat er ja Angst um seinen Job in Brüssel und schreibt deshalb so abwertend über die „Neinsager“. Vielleicht ist er durch die Gebetsmühlen der Europa-Fanatiker blind geworden, zumindest auf einem Auge. Ich jedenfalls brauche keinen Europapolitiker, der mir sagt, dass eine Gurke nicht krumm sein darf, eine Kartoffel genmanipuliert sein sollte und der Apfelwein nicht mehr Apfelwein heißen darf. Für mich ist der europäische Staat nur das Ziel von Lobbyisten, die auf diese Weise zentralistische, europaweite Entscheidungen der Politik beeinflussen können und so dem Widerstand der Bürger entgehen wollen. Man setzt eben etwas nur einmal, statt 15 bis 20-mal durch.

Dieser Journalismus, der eigentlich keiner mehr ist. Die meisten Meldungen und Kommentare dieser Medien sind schlicht ein Sprachrohr der Politiker und Banken in Europa. Ganz besonders gilt das im Zusammenhang mit dem Euro-Rettungsschirm. Längst weiß niemand mehr, wie die ganze Krise bewältigt werden kann und wie die Folgen sein werden, ganz gleich wie die Entscheidungen getroffen werden. Aber alle Taschen der europäischen Völker zu leeren, um  den Inhalt den Spekulanten und Großbanken zu schenken, ist ganz sicher falsch und bringt in jedem Fall den Untergang des Euro, ganz besonders den des europäischen Gedankens und den Glauben an ein vereintes Europa.

Vielleicht sollten Medien, Politik und Finanzwelt mal die Volksmeinung dazu hören und lesen, dann würden sie vielleicht begreifen, dass sie so auch den Glauben an die Demokratie zerstören. Dieser Schaden könnte schlimmsten Falles dazu führen, dass die Völker keinen anderen Weg mehr sehen gehört zu werden, als durch den Einsatz von Gewalt und Anarchie. Die Geschichte hat das nun oft genug bewiesen.

Lasst Griechenland Pleite gehen, wenn es sein muss, auch wenn die Konsequenzen nicht vorhersehbar sind. Das, was die Politik in Europa gerade macht ist, den Zusammenbruch zu verschleppen, sonst nichts. Echte Lösungen sehen anders aus.

Slowakei und der Euro-Rettungsschirm: Zurück zu den alten Währungen? Bild von theodevil

Slowakei und der Euro-Rettungsschirm: Zurück zu den alten Währungen? Bild von theodevil

Text: Manni

Bilder: „Slowakei Autokennzeichen“ von thatblog (vom Blogstandard abweichende CC-Lizenz)
und : „Münzen“ von theodevil

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2 Kommentare

  1. Peter00 sagt:

    Bitte teilt den Aufklärungslink gegen den ESM-Vertrag mit euren Freunden, Bekannten auf Facebook (an die Pinnwand des Freundes posten), per Mail und so weiter – die Zeit wird knapp, umso mehr sich darüber informieren, um was es sich bei diesem diktatorischen Ding handelt, umso besser!

    Hier der Link zu dem Video auf YouTube

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

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