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Schweden vs Assange, Wikileaks und die Wau-Holland-Stiftung

von: Manni - 28•04•11
Julian Assange

Julian Assange

Wieder hören und lesen wir lange keine Neuigkeiten über Julian Assange und das Auslieferungsverfahren in England. Wenn den Feinden von Wikileaks und im Besonderen den Feinden von Assange etwas gelungen ist, dann das man nichts mehr über Wikileaks oder Assange liest oder hört.

Alle Versuche Wikileaks und Herrn Assange zu diskreditieren und mit Repressalien aller Art verschwinden zu lassen waren vergeblich. Die USA versuchten die Veröffentlichungen von Wikileaks zu verhindern und einige Politiker und Politikerinnen dieses Staates versuchten, Julian Assange zu einem Schwerstkriminellen zu machen, der mit der Todesstrafe rechnen könne, würde man seiner habhaft werden. Die Regierung der USA übte Druck auf Hoster und Finanzunternehmen aus, um den Geldhahn abzudrehen.

Gegen all diese Maßnahmen wehrte sich nicht nur Wikileaks, sondern die ganze Internetgemeinschaft, die für die Informationsfreiheit steht. Es gab Spiegelungen des Wikileaks-Portals und Spenden wurden auf konventionellen Wegen geleistet. Amazon, Paypal, Visa und Mastercard wurden mit Kündigungen tausender accounts abgestraft und ruderten bald ein wenig zurück. Einige Hacker legten einen Teil der Internetseiten dieser Unternehmen lahm. Die Wau-Holland-Stiftung drohte mit einer Klage gegen die Willküraktionen des Dienstleisters Paypal gegen die Stiftung.

Fazit:

Die Gemeinschaft der Internetnutzer, die Informationsfreiheit für ein demokratisches Grundrecht halten, hat sich mit Erfolg gegen die undemokratischen Versuche der westlichen Staaten gewehrt. Natürlich ist nicht alles gut gelaufen, aber einige Erfolge gibt es schon.

Die Wau-Holland-Stiftung hat übrigens vor einigen Tagen folgendes veröffentlicht:

„Projekt 04: Informationsfreiheit verteidigen“
Vorläufiger Transparenzbericht 2010

In diesem Bericht wird deutlich, wie die Reaktionen auf die Veröffentlichungen von Wikileaks und die anschließenden Repressalien der westlichen „Schurkenstaaten“ aussahen.

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Wikileaks - Zeit zum öffen der Archive

Im April veröffentlichte Wikileaks das Video „Collateral Murder“, das die Erschießung unbewaffneter Zivilisten im Irak zeigt und prompt stiegen die Einnahmen durch die Unterstützer um das Vierfache der sonstigen Monatseinnahmen auf ca. 170.000 €. Die höchsten monatlichen Spendeneinnahmen wurden im November 2011 erreicht, als Wikileaks mit „Cablegate“ an die Öffentlichkeit ging. Interessant ist auch die Top-Ten-Liste der Spenderstaaten, hier die Top-Five:

  1. 220.000 € ->USA
  2. 90.000 € -> Deutschland
  3. 80.000 € -> Großbritannien
  4. 40.000 € -> Kanada
  5. 35.000 € -> Australien

Auch Julian Assange hat Teilsiege errungen, in dem, für mich skandalösen, schwedisch-britischen Intrigenspiel, von dem niemand von uns Normalbürgern weiß, ob nicht die USA die Initiatoren dieser Sache sind. Hier ist der Versuch einer Chronologie dieser Geschichte zu lesen. Die nächste Entscheidung in dieser Sache dürfte wohl im Juli fallen.

Eine Anmerkung der besonderen Art zu Julian Assange:
Das New Yorker „Time“-Magazin hat ihn in die Liste der 100 mächtigsten Menschen der Erde gewählt.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich denke, dass diese Geschichte nicht ruhen darf. Die Informationsfreiheit steht jeden Tag überall auf dem Spiel. Passiert so etwas in China, berichten die westlichen Medien ständig. Gehen die Versuche von Zensur von westlichen Staaten aus, wird es schnell ruhig.

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