USA – Demokratie und friedliche Ziele?

Die Mär von den tollen Staaten

Lange habe ich nicht viel zur Politik geschrieben weil ich es satt hatte, aber die jüngsten Meldungen aus den USA und Ländern, in denen sich die US-Amerikaner als Weltpolizei, Moralapostel und Menschenrechtsschützer aufspielen, sind es wert, mal näher betrachtet zu werden.

Als Obama zum ersten Male die Wahlen gewann, glaubten viele Menschen, er würde nun ziemlich radikal seine Versprechen gegenüber seinen Wählern und der Weltgemeinschaft durchsetzen. Das war schon eine recht naive Annahme.

USA Obama und Biden - Schön ist es Präsident zu sein ...
USA Obama und Biden – Schön ist es Präsident zu sein …
Bild von DonkeyHotey

Die Innenpolitik der USA:

  • In den USA jubelten die Ärmsten der Armen über die Einführung einer Krankenversicherung. Super! In vergleichbaren Politik- und Wirtschaftsstrukturen ist das ein alter Hut. Danke an Herrn Obama, damit schließt er eine Lücke zu anderen demokratischen Gesellschaften von ca. 100 Jahren.
  • Die Arbeitslosenzahlen der USA sind so hoch, wie lange nicht mehr und es interessiert kein Schwein in Politik und Regierung.
  • Banker und Grundstücksspekulanten brachten die Wirtschaft der USA an den Rand eines Zusammenbruchs. Der wurde nur mit Steuermitteln verhindert.
  • Wähler werden durch die Medien manipuliert, wie es in diesem Umfang früher nur in den Staaten des Ostblocks mit einer Partei für alle gemacht wurde. Wer die größte Menge Geld am geschicktesten und medienwirksamsten einsetzt, kann sich hinter her als gewählt betrachten.
  • Menschrechte werden in den USA von der Politik mit Füßen getreten. Eigentlich gelten die dort schon lange nicht mehr. Betrachtet mal den Fall Bradley Manning. Der angebliche Informant von Wikileaks wird wie ein Tier im Käfig gehalten und gefoltert. Sie tun das dort nicht nur mit Ausländern, die unter Terrorverdacht stehen, sondern auch mit ihren eigenen Landsleuten.
  • Die Geheimdienste der USA sind so zahlreich und undurchsichtig verschachtelt, dass nicht mal die Geheimdienste, deren politischen Väter und Verwaltungen noch den Überblick haben.
  • usw.

Die Außenpolitik der USA

  • ist schon immer mehr als unanständig gewesen, besonders dann, wenn wirtschaftliche  Interessen die Außenpolitik leiten, wie das im Irak so war. Wieder einmal hinterlassen die USA nach dem Abzug ihrer Streitmächte verbrannte Erde in einem fremden Land.
  • Zum palästinensisch-israelischen Konflikt äußern sich die USA weitgehend pro Israel. Betrachten wir mal die mächtige, amerikanische Finanzwelt, können wir leicht erkennen, warum das so ist.
  • Wenn die USA bei der UN Sanktionen für irgendeinen Staat fordern und diese nicht durchzusetzen sind, gehen sie den Alleingang.
  • Bei solchen Alleingängen, die auch kriegerische Handlungen beinhalten, fordern sie ihre “befreundeten Staaten” auf, sich an den eigenen Aktionen zu beteiligen und maßregeln diese, wenn sie nicht mitziehen.
  • Ratingagenturen, die ausnahmslos unter dem Einfluss von amerikanischen Bankern und superreichen Spekulanten stehen, ihnen sogar gehören, geben Wertungen für Staaten und Unternehmen ab, die dieser Klientel gerade zu Spekulationen dienen, oder störend für die US-Wirtschaft sind.
  • Wirtschaftlicher Protektionismus findet in den Staaten überall statt und wird auch zunehmend als außenpolitisches Mittel eingesetzt.
  • Die USA hinterlassen bei ihren “Aggressionstouren” rund um die Welt “unschuldige” Flüchtlinge, die keine dieser protektionistischen “Greencards” bekommen. Dafür müssen die befreundeten Staaten dann die Flüchtlinge aufnehmen.
  • Die Verfolgung von investigativem Journalismus ist von Geheimdiensten der USA gesteuert und entspricht nicht dem Presse- und Informationsrecht der heutigen Weltgemeinschaft. Zugleich wird gleiches Verhalten anderer Staaten angeprangert.
  • Wie die Regierung, Außenpolitiker und Botschafter der USA über ihre “Freunde” und “Feinde” denken, wird jedem klar sein, der auch nur einen Teil der Botschaftsdepeschen auf wikileaks gelesen hat.
  • Wie die USA mit “sogenannten” Feinden umgehen, muss ich hier nicht noch mal schreiben.

Die beiden Negativlisten könnte ich noch um viel Punkte erweitern, aber mir ist schon schlecht. Das wird auch Obama nicht ändern. Was mich wirklich erschreckt ist, wie viele Menschen die USA immer noch als Auswanderungsziel haben und wie interessen- und kritiklos sie mit dieser angeblichen Demokratie umgehen. Mal ehrlich, will jemand in so ein Land? Ja ich weiß, wir sind hier auf einem ähnlichen Weg, trotzdem steht unser Land noch ein bisschen anders da, trotz europäischer Entwicklung.

Genug gemeckert. Lieber Herr Obama, die Greencard können sie behalten. Kein Interesse.

Test: (USA – Demokratie und friedliche Ziele? – Die Mähr von den tollen Staaten ) von Manni

Creative Commons Lizenzvertrag

Bild: ( USA Obama und Biden – Schön ist es Präsident zu sein … ) von DonkeyHotey

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*