Krebs durch strahlende Atomkraftwerke?

Ich kann die Lügen über die Harmlosigkeit der Atomkraftwerke in Sachen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht mehr hören und lesen. Die Lügen der Betreiber so wenig wie die Lügen der Politiker. Und sie wiederholen sich jedes Mal, wenn über die Strahlung diskutiert wird oder, wie jetzt gerade wieder, durch aktuelle Geschehnisse die Verantwortlichen in Erklärungsnöte in Sachen Strahlung kommen.
Vor 2 Jahren saß ich nach einer Krebserkrankung, einer Reihe von Operationen und einer andauerenden Chemotherapie am Frühstückstisch einer Reha-Einrichtung.

Ein „Neuer“ kommt an unseren Tisch und stellt sich vor: „Ich bin der Klaus und komme aus…“.
In einer solchen Einrichtung wird direkt gefragt: „Und, warum bist du hier?“
„…-Krebs am … und anschließende Chemo“, antwortet Klaus.
„So ähnlich wie bei mir.“, sagt Bernd, der mir gegenübersitzt und: „Ich komm übrigens aus …, 5 km von deinem Heimatort und heiße Bernd …“.
„Was, bist du verwandt mit dem Karl … aus …?“, fragt Klaus.
Und Bernd antwortet: „Ja, das ist mein Cousin“.
Klaus: „Da kennst du auch den Herbert … der singt doch mit dem Karl und mir im Männer-Chor?“
Bernd: „Na klar kenn ich den.“
Klaus: „Der sitzt da vorne am Tisch, gleich am Eingang, ist schon 2 Wochen hier.“
Bernd: „Das gibts ja nicht. Ich bin seit vorgestern hier und habe ihn noch nicht gesehen.“
Klaus: „Ich bin jetzt der 5. aus dem Männerchor mit …-Krebs, innerhalb der letzten 3 Jahre.“
Bernd: „Bei uns im Ort sind es auch schon 10 – 15 die ich kenne.“
Klaus: „Ich habe gerade mit meiner Frau telefoniert, die sagt, dass unser Chorleiter der Hans gerade ins Krankenhaus gekommen ist. Er hat die gleiche Diagnose erhalten und er käm dann auch hier her.“
Nun frage ich die beiden, wo genau diese Käffer liegen, aus denen sie kommen, und erfahre, dass beide Orte Luftlinie 10 – 15 Kilometer vom AKW Biblis entfernt liegen. Meine Frage nach Leukämie in der jüngeren Verwandtschaft bringt ans Licht, dass die Leukämiefälle in den letzten Jahren von fast null auf 7 % angestiegen seien, natürlich nur bei Kindern.

Meine Frage an die beiden, ob sie da keine Zusammenhänge erkennen und eventuell Konsequenzen aufgrund dieser Erkenntnisse ziehen wollen, bringt mir nur verständnislose Blicke und die Aussage: „Ich habe da mein Haus, meine Kinder und Enkelkinder. Soll ich da vielleicht wegziehen?“

Mein Krebs hatte übrigens andere Ursachen. Bei solch einer Anhäufung von „Krebs-Ereignissen“ in einer Gegend um ein Atomkraftwerk werde ich diese Gegend allerdings meiden.

2 Kommentare

  1. hey,

    meine eltern wohnen in bürstadt, nicht unweit von biblis. sie erzählen immer öfters von leuten, die an krebs erkranken. …mittlerweile glaube ich nicht mehr an einen zufall. das muss was mit dem akw zutun haben.

    alls gute!

    jj

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