Versanddienste und das Warten auf den Zusteller

Lebenszeitdiebstahl

Versanddienste und das Warten auf den Zusteller wird immer mehr zum Lebenszeitdiebstahl.

Wir alle nutzen die bequeme Möglichkeit im Internet zu bestellen, oft auch weil wir günstiger kaufen können, wenn wir online bestellen.

Die gekaufte Ware wird dann durch einen Versanddienst oder Paketdienst zugestellt, so schnell wie möglich. Da genau liegt der Hase im Pfeffer.

Bild: Versanddienste und das Warten auf den Zusteller - Orbea MX 55 - I like this bike
Versanddienste und das Warten auf den Zusteller – Orbea MX 55 – I like this bike

Ein Beispiel für „Versanddienste und das Warten auf den Zusteller“

  • Am Dienstag den 28.05.2019 bestellte ich ein Fahrrad über Fahrrad-xxl.de (Prima Preise und hervorragende telefonische Beratung waren die Gründe.) und hoffte durch die Nähe zu meinem Wohnsitz auf eine schnelle Lieferung.
    Was ich vor der Bestellung nicht prüfte, war die Art der Zustellung
  • 29.05.2019 – 09:11 Eine Mail mit dem Inhalt: „Deine Bestellung xxxxxxxx wird für den Versand vorbereitet“
  • 29.05.2019 – 23:29 Mail mit dem Inhalt: „Deine Bestellung xxxxxxx wurde versendet“
  • 31.05.2019 – 15:50 Eine weitere Mail (DHL) mit dem Betreff: „Vereinbarung eines Zustelltermins“ erreicht mich.

Super Informationen des Versanddienstes beim Warten auf die Zustellung

Der Inhalt der Mail:
„Ihre Sendung von Fahrrad-XXL.de GmbH & Co. KG ist erfolgreich im DHL 2-Mann-Handling Lager eingetroffen!

Zur Vereinbarung Ihres Liefertermins setzt sich unser regionaler Speditionspartner in den kommenden Tagen telefonisch mit Ihnen in Verbindung.

Verfolgen Sie ganz einfach und bequem Ihre Sendung[http://nolp.dhl.de/nextt-online-public/set_identcodes.do?lang=de&idc=xxxxxxxxxxx] unter der Sendungsnummer xxxxxxxxxxxx.


Sollten Sie darüber hinaus zu Ihrer Sendung Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Händler.
Beste Grüße,
Ihr DHL 2-Mann-Handling Team“

Den Link angeklickt bekomme ich dann eine sehr informative Anzeige:

Bild: Versanddienste und das Warten auf den Zusteller - Lebenszeitdiebstahl durch schlechte Organisation DHL-Tracking
Versanddienste und das Warten auf den Zusteller – Lebenszeitdiebstahl durch schlechte Organisation des DHL-Trackings

Hier könnt ihr in einem schon älteren Test mal einen Blick auf die Versanddienste werfen

Genervt vom Warten auf den Zusteller

Genervt vom Warten auf präzise Terminierung der Lieferung, habe ich inzwischen zweimal mit dem freundlichen Service von Fahrrad-xxl telefoniert.

Dort erfuhr zumindest, dass ich den Samstag nicht zu Hause verbringen muss.

Eine Emailadresse liegt dem Versanddienst vor und dieser hätte mich schon am Freitag um den passenden Termin bitten können. Jetzt ist auch die Lieferung am Montag infragegestellt, weil ich da schon Termine habe.

Ich verliere eine Menge Zeit durch den Versanddienst und dem Warten auf den Zusteller.

Bild: Versanddienste und das Warten auf den Zusteller - Der kürzeste Weg - 600
Versanddienste und das Warten auf den Zusteller – Der kürzeste Weg

Warum? Weil ich mich damit beschäftigen muss, selbst herauszufinden, wie und wann die Zustellung stattfindet.

Außerdem muss ich länger auf das bestellte Fahrrad warten, obwohl ich in der gleichen Stadt wohne, in der auch die Fa. Fahrrad-xxl ihren Sitz hat.

Abholen war nicht direkt bei Fahrrad-xxl möglich. Lediglich beim Standort-Partner hätte ich das Fahrrad am anderen Ende der Stadt holen können.

Die Ökobilanz der Lieferung ist unterirdisch, obwohl die Lieferung mit dem Auto direkt von Fahrrad-xxl zu mir nur runde 6 km gewesen wären.

Mehr Ärger mit Vesanddiensten in den letzten Jahren

Generell habe ich in den letzten 2 Jahren, mehr Ärger mit der Zustellung von Post, DHL und Hermes gehabt, als in den vergangenen 10 Jahren.

Da ich ineinem große Block wohne, in dem sich die Nachbarn kaum kennen, kann ich niemanden um die Annahme bitten. Da klingeln die Zusteller häufig bei mehreren Personen.

Das hat auch schon zu echten Auseinandersetzungen mit den jeweiligen Fahrern geführt, die unhöflich und teilweise böse, bedrohliche Reden führten. Das ging bis zum Androhen körperlicher Argumente meinerseits.

Da landet wichtige Post mit schöner Regelmäßigkeit in falschen Briefkästen, empfindliche Waren werden mit der Faust in den Briefkasten gehämmert, oder es wird behauptet, ich sei nicht zu Hause gewesen, was dann oft zur Abholung führt.

So geht das nicht!

Ich werde wohl weiter meine Onlinebestellungen reduzieren, das ist zeitsparender und hat eine bessere Ökobilanz. Schließlich passiert das ziemlich häufig.

Text & Bilder: „Versanddienste und das Warten auf den Zusteller“ von Manni

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2 Kommentare

  1. Das kennt jeder und jede. Mich nervt das auch sooo. Ich lass mir Mode in die Filiale schicken, dann kann ich das Zeug gleich anprobieren und spare Zeit und Nerven – und von der Ökobilanz ist es auch besser. Ich will nicht auf die Lieferanten schimpfen, deren Bedingungen sInd mies genug…

    • Hallo Katrin,

      schön dass Du hier warst. Mir geht das echt schon seit Jahren auf den Geist. Ich habe selbst viele Jahre Onlineshops erstellt, betrieben und die Logistik geplant und weiß um die Probleme. Allerdings sind die lösbar.

      Einerseits liegt das an den Shopbetreibern und andererseits an den Versanddiensten. Das entspricht so ein bisschen dem Verhältnis PC zum Drucker. Es ist die Schnittstelle zwischen den beiden, die nicht genug beachtet und bearbeitet wird; oft aus Gründen der Geldgier.

      Das baden natürlich besonders die Mitarbeiter der Versanddienste aus. Mir ist das schon klar. Die Zusteller verdienen oft nicht den Mindestlohn und sind weitgehend dem Druck der Dienstleistungsunternehmen ausgesetzt. Dennoch kann ich das Handeln und Benehmen der Leute damit nur teilweise entschuldigen. Verständnis habe ich dafür schon. Bedrohen lasse ich mich allerdings von niemandem ohne Reaktion.

      Die erste Reaktion ist immer Deeskalation. Da ich auch seit vielen Jahren Support leiste, halte ich das für unabdingbar. Nicht jeder kann runtergeholt werden, das habe ich auch gelernt, leider.

      Das mit den Bedingungen kann nur noch auf europäischer Ebene durch Gesetze in Sachen Mindestlohn, Subunternehmen und deren übergeordneten Konzerne, sowie Ökologie und Verkehr etc. geregelt werden.

      Vielleicht war diese Europawahl ein erster Hinweis für die Politiker, dass wir das so nicht mehr laufen lassen wollen.

      Liebe Grüße
      Manni

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