Schwierige Entscheidung

Wie schon eine kleine Auswahl Probleme macht.

Eine schwierige Entscheidung treffen zu müssen, kann manchmal schon bedeuten, zwischen einer kleinen Anzahl von Möglichkeiten wählen zu müssen. Jeder entscheidet dann für sich selbst, ob er seinem Gefühl oder Instinkt folgt oder ganz cool eine logische Entscheidung trifft.

Wir treffen jeden Tag einige zig-tausend Entscheidungen. Das fängt schon beim Aufstehen an, linker oder rechter Fuß zuerst aus dem Bett?  Welche Klamotten ziehe ich an? Das sind gleich mehrere, zum Teil von einander abhängige, einzelne Entscheidungen – rotes Oberteil und lila Hose? Oder, denken wir ans Autofahren, bremsen, kuppeln, schalten, lenken, Radfahrerblick, Ampeln, Schilder und Fußgänger sehen, rechts-vor-links und andere Vorfahrtsregeln beachten usw., sind das mehrere Hundert Entscheidungen in einer Stunde. Wenn wir nun einen anstrengenden Tag hinter uns haben, an dem wir auch die eine oder andere schwierige Entscheidung treffen mussten, fällt es uns abends manchmal etwas schwer, kurz vor dem Schlafengehen noch eine schwierige Entscheidung treffen zu müssen.

Manni findet seinen Sohn cool, weil er eine schwierige Entscheidung delegiert hat.
Manni findet seinen Sohn cool, weil er eine schwierige Entscheidung delegiert hat.

Mein Sohn musste gestern eine sehr schwierige Entscheidung treffen. Er hört gerne vor dem Schlafen noch eine Geschichte von CD oder Kassette und hat da auch ein bisschen Auswahl. Unter all diesen Discs und Bändern gibt es Lieblinge und bereits Abgelehnte aber auch solche mit Geschichten, die nur bei bestimmter Tagesform infrage kommen. Meist legen meine Frau oder ich die Medien ein und starten sie und hoffen, dass er bald zu müde ist, um die Geschichte noch bis zum Ende zu hören.

 

Eine schwierige Entscheidung für meinen Sohnemann

So lief die Entscheidungsfindung (etwa) ab:

  • Ich: „Und mein Lieber, welche Geschichte möchtest Du heute hören?
  • Er: „Vielleicht … ähm … mhh … äh.
    (Es folgte eine kleine Pause von nur 30 Sekunden.)
  • Ich: „Vielleicht Andersens Märchen oder Munkel?
    (Welch Hinterlist von mir, will ich doch lieber eine eher ruhig vorgetragene Geschichte, damit er auch bald schlafen kann.)
  • Er hat die List bemerkt und meint: „Aaach, die sind mir zu langweilig.
    (Obwohl er sie auch ganz gerne hört.)
  • Na gut, denke ich und fahre fort: „Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land oder wie wäre es mit den 3 Fragezeichen?
  • Er: „Papaaa, … weißt Du waas? Bei Staawors se Klonewors daa treffen sich die … (Namen habe ich schon wieder vergessen) miteinander und machen einen Plan. Und als die fertig sind und losgehen wollen, kommt R2D2 und bringt so Muffins, also in verschiedenen Farben. Uuund daann … nehmen die sich alle einen und der Luke der kommt zu spät und der mag die roten besonders gern, kriegt aber keinen mehr, weil der Yoda hat sich den einzigsten roten schon genommen. Da kann sich dann der Luke gar nicht entscheiden, welchen Muffin er sich jetzt nehmen soll. Und jetzt fühl ich mich wie der Luke und kann mich auch nicht entscheiden.
  • Ich: „Dann leg ich Dir jetzt einfach mal was auf ist das ok?
  • Er: „Ja, ich kann das jetzt nicht.

Das fand ich einfach cool, denn er hatte eine schwierige Entscheidung an mich delegiert, das können viele Erwachsene nicht.  🙂

Text: ( Schwierige Entscheidung – Wie eine kleine Auswahl Probleme macht. ) von Manni

Bild: ( „Manni findet seinen Sohn cool, weil er eine schwierige Entscheidung delegiert hat.“ ) von Manni

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1 Kommentar

  1. Kann ich verstehen. Das waren damals bei de Starwars schon Probleme, die möchte ich nicht mehr haben 😉
    Und ich kann bis heute noch nicht die einzelnen Teile auseinander halten.
    LG
    Sabienes

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