Wie lang ist Dein Arbeitstag?

Das fragt heute Webmaster Friday

Bild: Webmaster Friday will wissen: Wie lang ist Dein Arbeitstag?
Webmaster Friday will wissen: Wie lang ist Dein Arbeitstag?

Beim heutigen Thema auf Webmaster Friday „Wie lang ist Dein Arbeitstag?“ komme ich sehr ins Grübeln. Ist doch gerade das Zeitmanagement, bei Webworkern wie mir, ein echtes Problem, dass wir in der Regel jede Woche neu anpacken müssen. Da mein zweites Tätigkeitsfeld die Betreuung und Reparatur von Rechnern ist, muss ich mit vielen Unwägbarkeiten planen. Die Frage:

„Wie lang ist Dein Arbeitstag, Manni?“

habe ich mir schon oft gestellt. Sie ist nur bedingt zu beantworten. Viele Menschen haben einen Beruf, in dem sie 8 Stunden arbeiten und dann fällt der Hammer. Das lässt sich bei meinen beiden Arbeitbereichen nur schwer einrichten.

Webwork von neun bis fünf?

Natürlich kommt es beim Fortschritt im Webwork immer darauf an, wie der Input der Auftragsgeber fließt. Bekomme ich angeforderte Grafiken nicht rechtzeitig, gerate ich auch mit meiner Arbeit ins Zeitminus. Fallen dem Kunden kurz vor dem Launch noch Änderungs- oder Ergänzungwünsche ein, ist schon mal ein 20-Stundentag nötig. Geht es sogar um Interakionen, die noch kurz vor dem Start in einen Script umgesetzt und in die neue Page integriert werden müssen, wäre hier und da auch ein 48-Stundentag nötig.

Ein weiteres, nicht planbares Element sind Aussetzer der eigenen Netz-Verbindung, des eigenen Rechners oder die Arbeit auf dem Server eines schlechten Hosters.

Meine Planungen für Codework aller Art versuche ich auf 6 – 8 Std./Tag einzuschränken, um nicht betriebsblind zu werden.

PC-Service ist weitgehend nicht planbar.

Das ist wirklich so. Die Frage „Wie lang ist dein Arbeitstag“, ist auch in diesem Bereich nicht pauschal zu beantworten. Das ist in diesem Arbeitsfeld nur möglich, wenn ich einfache Routinen bei den Kunden abzuarbeiten habe. Ansonsten werde ich oft erst angefordert, wenn das „Kind“ bereits im Brunnen liegt. Die Vielfalt der GAU-Situationen ist unglaublich groß, hier nur ein paar davon:

  • der Rechner fährt nicht hoch,
  • sehr beliebt ist auch der Bluescreen,
  • Dokumente, Bilder oder andere wichtige Dateien sind verschwunden oder gelöscht,
  • PC-Seuchen haben den Rechner im Griff,
  • Hardware- oder Softwareschäden aller Art,
  • usw.

Die hierfür anfallenden Arbeiten sind meist nicht gut zu planen und so wird der Arbeitstag dann auch mal auf 16 Stunden ausgedehnt.

Fazit:

Wer ein oder wie ich, sogar zwei Arbeitsfelder hat, die nur mäßig planbar sind, sollte versuchen sich die tägliche Arbeitzeit nur auf 50 – 60 % ausplanen und Luft für die Notfälle lassen. Dann kann er seine maximale Arbeitszeit auf einem „normalen“ Level halten. Trotz dieser Erkenntnis gelingt mir das nicht immer, aber nach 10 Stunden spätestens höre ich in der Regel einfach auf, sonst habe ich nie Schluss.

Text: (Wie lang ist Dein Arbeitstag? – Das fragt heute Webmaster Friday) von Manni
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Bild: (Banner) von Webmaster Friday ©

8 Kommentare

    • Das mit den Pausen versuche ich gerade trotz oder gerade wegen des Drucks besser zu machen.

      Das hört sich aber auch bei Dir nach viel Druck an. Also ran an die Pausen.

      LG
      Manni

  1. Vieles lässt sich leider nur begrenzt planen.
    Zeiten, in denen man nicht weiß, wo einem der Kopf steht, wechseln ab mit Flaute.

    Ich habe das Glück, dass es bei mir z.Z. recht relaxed zugeht. Vor einem Jahr wäre ein entsprechender WMF-Artikel sicherlich ganz anders ausgefallen – nee, da hätte ich gar keine Zeit gehabt, einen zu schreiben.

    lg breakpoint

    • „…lässt sich nur begrenzt planen..“ sehe ich genauso, jedenfalls unser Geschäft betreffend. Leider oder „Bob sei Dank!“ gibt es eben auch die Flauten. Danach kommt dann alles auf einmal, grrr. Auch ich habe dieses Jahr schon ein paar Artikel ausfallen lassen, ging einfach nicht anders.

      Schön, dass Du mal hier warst,

      lG
      Manni

  2. Hi Manni,

    ich kenne so einige Situationen und Tage ziemlich gut aus eigener Erfahrung. 😀
    Aber man muss dazu sagen, dass es in der Regel ja so ist, je länger / mehr wir arbeiten umso mehr können wir auch in Rechnung stellen :D.

    Das ist wohl der größte Vorteil!

    LG Daniel

    • Für Leute wie uns, die ihr „eigenes Ding“ erarbeiten und nicht mit dem Content anderer Millionen scheffeln, ist das völlig richtig. Auch wenn ich gerne mehr Geld verdienen möchte, brauche ich immer noch das persönlich befriedigende Erlebnis nach gut gemachter Arbeit. Schließlich wächst unser Geschäft auch so, nur langsamer. 😉

      Lg
      Manni

    • Das stimmt Manni, aber das Geld wo wir ausgeben für was auch immer (Werbung, Hardware, Software usw.) ist unser eigenes und schmerzt doch ab und zu extrem :D.

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